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Sep 25

lautet die Überschrift zu einem Artikel in DIE ZEIT vom 23. September 2010, der sich mit der Frage beschäftigt, ob Wachstum denn wirklich sein muß oder schlicht überhaupt noch sein kann.

Wachstum muß sein, heißt es stets. Doch auf einmal wird Skepsis laut – sogar in der Politik.

Schön wenn es tatsächlich so ist, hoffentlich werden es laufend mehr.Ich bin der Meinung ständiges Wachstum kann es einfach nicht geben. Bäume wachsen ja auch nicht in den Himmel. Schon jetzt haben wir deutlich mehr, als wir eigentlich brauchen und es bedarf schon einiger Anstrengung der Werbemaschinerie um all das was wir produzieren auch noch absetzen zu können. Dazu kommt noch, dass uns schon jetzt die Ressourcen knapp werden und wir kaum wissen, wo wir mit unserem Abfall hin sollen.

Klar, wenn wir nach derzeitigem Schema unsere Arbeitsplätze sichern wollen, dabei noch die Arbeitszeit verlängern und die Produktivität steigern geht das nur über Wachstum. Es sei denn wir denken um!

… Noch der große britische Vorkriegsökonom John Maynard Keynes war sicher, dass in absehbarer Zeit ene „gesättigte Wirtschaft“ kaum wachsen würde, ohne daran zugrunde zu gehen ..

Heute – so ist es im Artikel nachzulesen – beschäftigt sich unter anderem der Ökonom Hans Christoph Biswanger aus St. Gallen mit dem Thema und wird folgendermaßen zitiert: „Aufs Geld kommt es an. Es verursacht beides: Wachstumszwang und Wachstumsdrang“. Er sieht die Ursachen unter anderen in der beinahe unbegrenzte Möglichkeit der Geldschöpfung durch die Kreditvergabe der Banken und die extremen Gewinnerwartungen.

Auch in Frankreich wurde das Thema von Experten untersucht. Dort kam man zu der Ansicht, das BIP als Maß für das Wirtschaftswachstum nicht wirklich den Wohlstand der Nation widerspiegle. Ohnehin bereits bekannt, hier aber nochmals angeführt erhöht sich das BIP auch wenn mehr zerstört wird. Denn alle Leistungen zur Widerherstellung erhöhen das BIP. Außerdem ginge es den Menschen mitnichten durch Wirtschaftswachstum automatisch besser, in reichen Ländern kann oft sogar das Gegenteil der Fall sein. Nachzulesen auch in „Die glückliche Gesellschaft“ von Richard Layard, erschienen 2005 im Campus Verlag.

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