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Sep 04

Es gibt neues zum Thema. Michael Hamberger hat mich auf eine Nachricht im orf.at aufmerksam gemacht, ich habe im im „Bad Blumauer Manifest“ gestöbert (siehe ganz unten) und von dort wiederum einen Bericht über eine Seminar in Alpbach „Finanzkrise – alles weiter wie bisher“ gefunden!

orf.at, 04.09.10

Nach Ansicht des französischen Wirtschaftswissenschaftlers Jacques Attali befindet sich Europa im unaufhaltsamen Niedergang. In einem vor kurzem erschienenen Buch mit dem Titel „Sind wir in zehn Jahren ruiniert?“ („Tous ruines dans dix ans?“) prophezeit der Ex-Berater des früheren Präsidenten Francois Mitterrand dem Alten Kontinent das Schicksal des einst wohlhabenden Argentinien.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung „El Pais“ (Onlineausgabe von Samstag) meinte Attali, wie alle erschöpften Gesellschaften habe der Westen sich in gewaltige Schulden gestürzt, um den Lebensstandard halten zu können. „Seit den 80er Jahren haben wir die Illusion eines Wirtschaftswachstums aufrechterhalten, das sich im Wesentlichen auf Verschuldung stützt.“

Auf die Frage, ob Europa wirklich nur zehn Jahre blieben, sagte Attali: „Es ist schwer, das genau zu wissen, aber ich glaube nicht, dass uns mehr als zehn Jahre bleiben.“ Es würden die Stärksten siegen – China, die USA und jene US-Banken, die nicht dem Diktat ihrer Regierung unterlägen. Auch die Märkte würden gewinnen. In Europa werde man einen langsamen Niedergang des Lebensstandards erleben.

Ähnliches findet sich auf science.orf.at. Unter dem Titel „Finanzkrise: Alles weiter wie bisher“ gibt es einen Gastbeitrag von Heiner Flassbeck (Ökonom der Vereinten Nationen) anläßlich seines Seminares beim Forum Alpbach 2010.

Die Verantwortlichen der jüngsten Finanzkrise sind bisher kaum belangt worden. Spekulationen aller Art sind nach wie vor gang und gäbe. Banken versprechen immer noch sagenhafte Renditen, die keinen realen Wertsteigerungen entsprechen ist die grobe Thematik.

Doch es gibt auch von positiven Initativen zu berichten:

Unter dem Namen „Bad Blumauer Manifest“ engagieren sich innovative Unternehmer aus der Thermenregionen für eine nachhaltige Wirtschaft:

  1. Wir wünschen uns Unternehmensbewertungen, die die soziale und ökologische Verantwortung mit einbeziehen und damit einen besseren Zugang zu Kapital schaffen.
  2. Wir wünschen uns eine Neuorientierung der Spitzenmanager. Weg mit der Gier, weg mit der Boniwirtschaft und dem Druck.
  3. Wir wünschen uns den Beitrag aller Unternehmen, um einen Ausgleich zwischen Arm und Reich zu schaffen. Fair und solidarisch.
  4. Wir wünschen uns eine Dezentralisierung unserer Wirtschaftsstruktur. Mehr regional – weniger global.

Details nachzulesen unter „Bad Blumauer Manifest“

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